Laurentius, der Schutzpatron der Köche
(kir). Im Rom des 3. Jahrhunderts nach Christus war Laurentius Diakon und als solcher für die Pflege
der Armen zuständig. Dem Kaiser Valerian war zu Ohren gekommen, dass Laurentius auch die Schätze der
Kirche zu verwalten habe. Die hätte der Kaiser nun gern selbst gehabt.
Laurentius jedoch dachte gar nicht daran, die ihm anvertrauten Kirchenschätze herauszugeben. Er
trommelte stattdessen die Armen der ganzen Stadt zusammen und sagte ihnen, sie sollten sich vor den
Palasttoren versammeln. Und als der Kaiser wissen wollte, was das denn solle, antwortete er: "Sieh
hier die Armen: diese sind die wahren Schätze der Kirche."
Das fand der Kaiser gar nicht komisch, sondern ausgesprochen unverschämt. Und zur Strafe ließ er den
Laurentius am 10. August 258 auf einem Rost über glühenden Kohlen bei lebendigem Leib verbrennen.
Der heilige Laurentius ist heute ein sehr beliebter Heiliger und Schutzpatron nicht nur der Köche,
sondern auch der Kuchenbäcker, Wäscherinnen und Büglerinnen, der Kohlenbrenner, Glasbläser, Glaser,
Brauer, Wirte oder der Feuerwehr. Auch für das rechte Gedeihen der Weintrauben ist er zuständig!
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